Eine faszinierende Videoprojektion von dem Künstlerduo Casa Magica mit der Orgelmusik, die Kantor Torsten Wille eigens für das Projekt komponiert hatte.
„Ein raumhohes Gesamtkunstwerk.“ Anlässlich des Stadtbrands, der vor 300 Jahren die Stadt weite Teile in Asche legte.
Begonnen hatte die Verwüstung der Stadt mit einer Kerze, die eine Magd vergessen hatte,
das Feuer griff schnell um sich,
es wütete drei Tage,
die Marienkirche im Herzen der Stadt geriet ebenfalls in Brand.
Am Schluss war das Bauwerk Ende September 1726
nur noch eine Ruine.
Das Volk war aus der Stadt geflohen, allerdings gab es kaum Tote zu beklagen.
Schnell machten sich Reutlinger auf, um selbst in weit entfernten Städten um Hilfe für
den Wiederaufbau zu bitten und Geld zu sammeln.

Holz wurde herangeschafft,
Bauholz in rauen Mengen. Es wurde gebaut
und gebaut
und gebaut, eine neue Stadt entstand.

1859 kam die Eisenbahn nach Reutlingen.
Die Stadt prosperierte,
wurde reich.
Doch dann kamen die Kriege. Erneut wurde weite Teile Reutlingens zerstört.

Erneut begann der Wiederaufbau.
Die Textilindustrie entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg weiter prächtig. (Bis zu ihrem Niedergang.)
Dennoch: Eine Zeitlang nach dem Zweiten Weltkrieg war Reutlingen gar die Stadt der Millionäre.
Die Stadt an der Achalm überstieg die 100.000 Einwohner-Marke und wurde somit zur Großstadt,
wenn auch zur kleinsten Großstadt im Land.
Und heute? Heute kämpft die Stadt mit einer erneuten Transformation – aber das mit Feuereifer.
Also genau mit dem Titel, die jene Visualisierung des Stadtbrandes trug.