Feuerwehrübung in Gomaringen beim „Freundeskreis Mensch“ – Positiver Verlauf

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Hauptübung der Gomaringer Freiwilligen Feuerwehr beim „Freundeskreis Mensch“ in der Bahnhofstraße – Viele Zuschauerinnen und Zuschauer

Viel Tatütata war am Samstagnachmittag in Gomaringen zu hören. Was war passiert? Der Grund erwies sich – glücklicherweise – nicht als tatsächlicher Einsatz der Gomaringer Freiwilligen Feuerwehr im Gebäude des „Freundeskreises Mensch“ in der Bahnhofstraße. Es handelte sich um eine Übung.

Als Daniel Junger gegen 16 Uhr den Notruf absetzte, „hätten im Normalfall jetzt alle Kameraden sich sofort zum Interims-Feuerwehrhaus begeben, sich dort umkleiden und dann mit den Einsatzfahrzeugen hierherfahren müssen“, so der stellvertretende Kommandant. Doch natürlich wussten die Feuerwehrkräfte ja bereits, dass die Übung anstand.

Das Übungsszenario lautete dieses Mal: Brand im obersten Geschoss des Gebäudes in der Bahnhofstraße 21, eine unbekannte Anzahl an Personen halte sich dort auf, mehrere bettlägerig, andere gehfähig, dazu Pflegepersonal – eine anspruchsvolle Aufgabe. Junger und Gesamtkommandant Stefan Röhm waren bei dieser Feuerwehr-Hauptübung im Jahr 2026 lediglich als Beobachter und Moderator dabei.

Für sie galt, genau zu beobachten, ob und wie die insgesamt 40 Kameradinnen und Kameraden mitsamt Einsatzleitung, Trupp- und Gruppenführung die Rettung von sieben Personen gut und richtig erledigen. Insgesamt zwei Löschfahrzeuge aus Gomaringen waren mit viel Getöse angerückt, eins aus Stockach, dazu ein Fahrzeug mit Drehleiter aus Mössingen, mit vier Feuerwehraktiven.

Die Kreuzung Hinterwellerstraße / Bahnhofstraße wurde von dem Drehleiterfahrzeug komplett blockiert – um von zwei Seiten an das Gebäude heranzukommen. Ein halbes Dutzend Rettungskräfte vom Roten Kreuz kam hinzu, sie halfen dabei, vier junge „Opfer“ von der Jugendfeuerwehr sowie drei Dummys zu retten. „Die Bewohner vom Haus sind komplett von der Übung ferngehalten worden“, sagte Junger. Zu groß sei das Risiko gewesen, dass Panik hätte entstehen können, etwa beim Anblick der maskenbewehrten Rettungskräfte.

Als erstes war aber das Feuerwehr-Führungsfahrzeug vor Ort – Aufgabe der Insassen war die Erkundung des Geländes, des Gebäudes. „Sie müssen die Lage sondieren, sich Zugang zum Haus verschaffen, Ansprechpartner finden, Betreuer, auskundschaften, wie viele Personen gerettet werden müssen, wie viele bettlägerig, wie viele gehfähig sind – das muss alles koordiniert werden“, erläuterte der Kommandant am Rande des Geschehens.

„Wir hatten hier an dem Gebäude noch nie eine Übung“, sagte Stefan Röhm. Sowohl für die Pflegekräfte wie auch für die Feuerwehr sei es sinnvoll, solch ein Rettungsszenario durchzuspielen. Mancher Zuschauer stand mitten im Rettungsgeschehen, andere junge und alte Menschen liefen bedenkenlos hindurch. In einer tatsächlichen Rettungssituation hätten sie massiv stören – oder sogar selbst verletzt werden können.

„Wasser kam heute nicht zum Einsatz“, sagte der Kommandant. Zu groß wäre die Gefahr gewesen, dass womöglich Schäden entstanden wären. Aber: Das Szenario und die Abläufe, die sich Röhm und Junger vorab überlegt hatten, waren von den Rettungskräften gut abgearbeitet worden. Die sieben „Opfer“ sind aus dem vermeintlich völlig verrauchten Gebäude problemlos gerettet worden. Entweder über das Treppenhaus oder auch über die Drehleiter.

„Bei einem tatsächlichen Brand hätte sich das Szenario jederzeit ändern können“, betonte der Kommandant. Da gelte es extrem flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Bei solch einer Übung sei bei den Rettungskräften das Adrenalin hingegen nicht am oberen Anschlag.

„Hier sind die Führungskräfte mehr gefragt, sie müssen wissen, wen sie wo wann und wie einsetzen“, so Röhm. Außerdem solle das Publikum ja auch sehen, was die Gomaringer Feuerwehr leisten kann. Im Nachhinein, „in ruhiger Runde“, so der Kommandant, werde die Übung nochmals durchgearbeitet. Eventuelle Schwachstellen würden angesprochen. Aber natürlich auch das, was richtig gut gelaufen ist.

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