4 Hunawhir – ein ganz besonderer Ort im Elsass

0

Besondere Orte im Elsass gibt es ja viele. Aber Hunawhir ist noch mal besonderer.

Warum? Ihr werdet schon sehen.

Gestartet sind wir in den Weinbergen in Riquewihr –

geht ja nicht anders.

Dann sind wir in den Wald, wir dachten, da ist es weniger heiß – dafür ging’s steil bergauf.

Und in dem Wald ist sonst offensichtlich höchst selten wer unterwegs.

Viel totes Holz lag herum. Wege waren oft kaum zu erkennen.

Doch dann: der erste Blick auf Hunawhir. Natürlich mitten

in Weinbergen.

Bei dem ersten Haus erkannten wir gleich: Es war Weinlese. Allein durch den Geruch der Maische neben dem Anhänger ziemlich benebelt.

Der kleine Ort präsentierte sich … hübsch. Ursprünglich.

Die erste Begegnung mit Einheimischen war laut. Zwei Trecker

fuhren hupend durch den Ort.

Seltsam geschmückt, War schon wieder Fasching? Oder waren sie mit der Weinlese fertig?

Wir winkten kräftig, da waren sie schon wieder verschwunden.

Wir trafen auf einen hübschem Brunnen in der Ortsmitte,

direkt bei einem Restaurant,

das seine besten Zeiten allerdings wohl schon hinter sich hat. Die Speisekarte sagte:

Vendredi gebe es einige Speisen. Aber nur Vendredi, also Freitag.

Wie lange die Karte dort schon hing, war aber unklar.

An einem Nachbarhaus fand sich noch ein alter Briefkasten – irgendwie passend zu dem etwas heruntergekommenen Haus.

Solche Häuser gab es einige im Ort, das eine oder andere stand auch zum Verkauf bereit.

Aber direkt daneben fanden sich oft viele

sehr hübsche Gebäude.

Sehr hübsch auch: Eine Art Kelter. Mit Brunnen drin.

Dort offenbarte sich schon der Blick auf das

absolute Highlight des Orts:

Eine schnuckelige Kirche,

eine Wehrkirche, wie es heißt.

Mit einem evangelischen und einem kleinen katholischen Friedhof.

Aber alles mitten in den Weinbergen. Toll.

Ebenso wie der Blick auf den Ort.

Und die drei Burgen dahinter bei Ribeauvillé.

So sieht die Kirche von hinten aus.

Und so von der Seite. Mit Blaumann.

Der freute sich im Scheinwerferlicht über diesen ganz besonderen Ort. Der seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Also der Ort.

Was es in Hunawihr sonst noch gibt? Was für Sinnsucher und

am Ortsrand einen Schmetterlingsgarten.

Toll.

Unglaublich.

Der blaue Mann versuchte es ihnen gleichzutun, mit Eleganz abzuheben.

Fast hätte es geklappt.

Fast. Doch die Hitze hielt ihn am Boden.

Und so musste er die Weinreben von unten ansehen.

Ebenso wie die Kirche.

Der Blaumann registrierte: Ein paar Trauben waren noch übrig nach der Lese. Was die Bi(e)nen freute.

Der Himmel zeigte sich in prächtigem blau-weiß. Aber es war tierisch heiß. An diesem 15. September.

Der Weg zurück war beschwerlich, aber der Blick auf den Ort auf dem Hügel, auf Zellenberg entschädigte etwas.

Und der auf Bennwihr ebenfalls. Die Erinnerungen an die Ausstellung dort waren sofort wieder präsent.

Einige Zeit später erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt – Riquewihr. Obwohl der Ort viel, viel touristischer ist als Hunawihr freuten wir uns doch, nach der Anstrengung wieder zurück zu sein.

Share.

Comments are closed.