Spiel, Spaß und Hitze – AWO-Stadtranderholung endet nach drei Wochen bei strömendem Regen

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AWO-Stadtranderholung endet nach drei fast durchweg heißen Wochen mit einem großen Fest im Hof der Roßbergschule im strömenden Regen

Drei Wochen AWO-Stadtranderholung war auch in diesem Jahr erneut zum Beginn der Sommerferien angesagt. 62 Kinder waren dabei, haben jeweils von montags bis freitags von morgens bis spätnachmittags gespielt, gesungen, hatten sich auf Schnitzeljagd begeben und sie waren im Reutlinger Freibad. „Wie war Freibad“, fragte Alexandra Schneider als Gesamtleiterin der drei Wochen in die Runde. „Guuuut“, schrie der Chor der Kids zurück.

Und die Schnitzeljagd? „Mega.“ Also alles top während der besonderen Freizeit der Arbeiterwohlfahrt, die es schon ewig gibt. „Schon seit kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs“, sagte Markus Widmer aus dem Vorstand der AWO. Er selbst war rund 20 Jahre immer als Teil und Leiter der Freizeit dabei. Schon irgendwie ein seltsames Gefühl, am Freitag nur am Rande, als Moderator zu wirken? „Ja, schon“, sagte er. Aber: „Markus war beim Aufbau, der Vorbereitung dabei und immer erreichbar, sogar spätabends per WhatsApp“, sagte Schneider.

Die Hitze war ein prägendes Merkmal der Stadtranderholung 2026. „Die ersten beiden Wochen mussten wir nachmittags öfter den Sportplatz sperren, weil es einfach zu heiß war“, sagte die Leiterin, die von Parasto Madadi bestens unterstützt wurde. Trotz der Hitze hätten einige Kids gerne Fußball gespielt, doch es war zu gefährlich.

Teile der Leitungsgruppen waren Jugendliche und die Pfiffikusse, also die Zwölf- bis 15-Jährigen – die selbst mal Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren und nun selbst in die Leitungsebene hingeführt wurden. „Toll war, dass die Pfiffikusse, also die Mini-Helfer, selbst eine Schulung in Konfliktbewältigung durchgeführt haben – ganz ohne Anleitung“, sagte Schneider sichtlich beeindruckt. Überhaupt seien die Gruppenleitungen toll gewesen.

Für Alexandra Schneider und alle Mitwirkenden war es dennoch ein gewaltiger Aufwand, alles vorzubereiten, auf die Füße zu stellen und zu organisieren. Und dann natürlich auch durchzuführen. „Es gab keine Unfälle, die normalen Konflikte halt, aber alle waren am Schluss zufrieden“, zog Schneider ein durchweg positives Fazit. Dass es gestern ausgerechnet am allerletzten Tag so heftig regnen musste – für die Kinder war das jedoch ganz offensichtlich kein Problem.

Die unterschiedlichen Gruppen hatten allesamt Tänze und Akrobatik einstudiert – und präsentierten all das auch im strömenden Regen. Die blaue Gruppe tat dies sogar zweimal – einmal zur aus Versehen falsch eingespielten Musik. Und danach, nach dem Protest der Gruppe noch einmal zur richtigen Musik. In strömendem Regen.

Markus Widmer dankte allen Beteiligten der Stadtranderholung. „So eine Freizeit funktioniert nur, wenn ganz viele Hände zusammenarbeiten.“ Er dachte dabei nicht allein an die erneut wunderbar funktionierende Küche, sondern auch an all die anderen Unterstützer – wie die AWO-Hausmeister (die insgesamt rund 1.300 Kilometer für die Freizeit gefahren sind). Der Dank ging auch an die Sponsoren und Spender für die gestrige Tombola. „Außerdem haben viele Ehrenamtliche im Hintergrund geholfen“, so Widmer.

Für Alexandra Schneider steht nun, nach dem Ende der Freizeit, noch die Dokumentation an. „Damit wir nächstes Jahr wissen, auf was wir achten sollten.“ Für die Freizeit im kommenden Jahr 2027 könne man sich übrigens schon ab kommenden März anmelden. „Der kommt schneller als man denkt“, sagte Schneider. Und Weihnachten sei dann auch schon wieder vorbei. Ein Gedanke, der beim Blick auf die vergangenen drei Wochen Hitze kaum vorstellbar war.

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