„Krass nass“ viel Spaß in Oferdingen – Tigerentenclub-Sommerspiele in Reutlingens Norden

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SWR produziert „Tigerenten Club Sommerspiele – Krass nass 2026“ auf dem Sportgelände des TSV Oferdingen – Sendetermin ab 31. August

(Foto: So sieht der Einlauf der teilnehmenden Kinder bei den Sommerspielen aus, hier vorgeführt von Käptn Krass Nass und seinem Leichtmatrosen.)

Was für ein unglaublicher Aufwand. Eine SWR-Crew von 70 bis 80 Leuten ist seit einer guten Woche auf dem Gelände des TSV Ofterdingen. Sie haben mit einer Vielzahl an Übertragungs- und Unterstützungswagen, mit einigen Kilometern verlegter Stromkabel, Wasseranschlüsse, Waschmaschinen und Trockner sowie dem jeweils dazugehörigen Personal dafür gesorgt, dass die Sommerspiele des Tigerenten-Clubs gedreht werden konnten.

(Foto: Aufnahmeleiterin Dilek Kämmerle vor dem Drohnenkamera-Team.)

„Vergangenes Jahr in Schorndorf hat es nur geregnet“, erinnert sich Dilek Kämmerle, die als Teil der ersten Aufnahmeleitung für die Logistik von „Krass nass“ zuständig ist – also für alles, was so eine Fernsehproduktion für Kinder benötigt. Kämmerle wohnt in Orschel-Hagen und ist in Reutlingen bestens bekannt, sie engagiert sich nicht nur im Sportbereich, sondern auch im Integrationsrat der Stadt.

Am jetzigen Dienstag ist es mal wieder drückend heiß, auch auf dem Gelände des TSV Oferdingen. Aber doch nicht ganz so heiß, wie beim Aufbau all der Spiele, Rutschen, Bällebäder und was sonst noch alles so gebraucht wird bei den Tigerentenclub-Sommerspielen. „Beim Aufbau waren es hier auf dem Platz unglaubliche 77,4 Grad“, sagt Kämmerle.

(Foto:Leichtmatrose und Käptn Krass Nass im Bällebad.)

Bei „Krass nass“ handelt es sich um ein Kika-Format, das der SWR dieses Jahr zum elften Mal durchführt. Bei Wettbewerben treten nun insgesamt sechs Jungen und sechs Mädchen im Alter zwischen 11 bis 13 Jahren gegeneinander an. „Wir verändern das Format jedes Jahr ein bisschen, wir hatten schon 24 Teilnehmer oder es wurden Teams gebildet“, erläutert Nicolas Caspar.

Von Montag bis Donnerstag dieser Woche kommen die jeweils Zeitbesten weiter, „die beiden Zeitschlechtesten müssen aufs Schleuderrad, wer sich darauf länger halten kann, ist weiter, der oder die andere scheidet aus“, betont Caspar, der sich die Redaktionsleitung mit Peter Ulshöfer teilt. Für Caspar ist die Tätigkeit beim SWR (seit 16 Jahren) und insbesondere bei „Krass nass“ ein Traumjob – der viel Kreativität, Ideenreichtum aber auch Spontaneität verlangt.

(Foto:Kameraleute auf ziemlich unglaublichen Fahrzeugen.)

„Aber auch unheimlich viel Spaß macht“, sind sich Caspar und Dilek Kämmerle einig. „Wir sorgen für so unglaublich viele strahlende Gesichter“, sagt sie. Und das nicht nur bei den Kindern, die jedes Jahr bei „Krass nass“ dabei sind. Es gebe eine große Fanschar, die jede Sendung begeistert anschaut.

Die teilnehmenden Kids kommen übrigens aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz – und sogar in diesem Jahr ein Kind aus Grönland. „Die Eltern sind nach Grönland ausgewandert, das Kind hat weiter den Tigerentenclub angesehen und sich bei den Sommerspielen beworben“, so Kämmerle. Aber es ist auch ein Kind aus der Region dabei: Ein Kind aus Bempflingen hatte einen sehr kurzen Anfahrtweg, es wurde wie die elf anderen unter rund 150 Video-Bewerbungen und anschließendem Gespräch ausgewählt.

Untergebracht sind die Kids in einem Reutlinger Hotel, genauso wie das Personal des SWR. Nur Dilek Kämmerle kann zuhause, in Orschel-Hagen, übernachten. Aber morgens zwischen 7 und halb 8 Uhr ist sie schon wieder beim Hotel, holt die Kinder ab. Dann folgt für die Kleinen aber nicht allein Spiel und Spaß – sie müssen sich ja auch bewähren. „Erste Voraussetzung ist, dass sie schwimmen können“, sagt Caspar.

(Foto: Hightech-Drohnen im Einsatz bei den Tigerenentenclub-Sommerspielen am Rand von Oferdingen.)

Innerhalb von 5,5 Stunden müssen dann an jedem Tag alle Sequenzen „am Set im Kasten sein“. Dahinter steht eine rund dreistündige reine Drehzeit mit einer großen Kamera-Vielzahl und auch mit Drohnen. Was im Gegensatz zu anderen Fernsehproduktionen gar nicht geht: „Das ist ja ein sportlicher Wettkampf, wir können den Kindern nicht nach einer Disziplin sagen: Das Ganze nochmal, weil ihr nicht in die Kamera geguckt habt“, sagt Nicolas Caspar.

Was für Disziplinen auf dem Hindernisparcours die Kids erwarten? Da wird um die Wette gerutscht, nach Ringen getaucht, durch Lkw-Reifen große Ringe in einem Bällebad gesprungen und noch viel mehr. Spaß ohne Ende also. Aber auf Zeit. Und jeden Tag wird der Parcours ein wenig länger.

Angefeuert und als Schiedsrichter fungieren dabei Käpt’n Krass nass und sein Kollege der Leichtmatrose. „Von den sechs teilnehmenden Mädchen sind dieses Jahr noch alle dabei, während von den Jungs schon vier ausgeschieden sind“, sagt Caspar am Dienstag.

(Foto:Was so alles gebraucht wird bei den Sommerspielen, muss natürlich auch alles vorrätig sein.)

Am Rand des Geländes steht der große Übertragungswagen mit unheimlich viel Technik innendrin. Da wissen die Fachleute ganz genau, wann welcher Knopf gedrückt, gedreht oder geschoben werden muss, wann welche Kameraeinstellung die richtige und die beste ist. Wann der Ton lauter, leiser, anders sein muss.

Eine mehrjährige Ausbildung ist dafür notwendig, „und heute denken alle mit einem Handy in der Hand, sie könnten das gleiche Ergebnis erzielen“, sagt Dilek Kämmerle. Übertragen werden die Sendungen zwischen dem 31. August und 11. September jeweils ab „13 Uhr 40“, ruft jemand aus dem Hintergrund.

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