Verfolgungsjagd in luftiger Höhe – Wahnwitziges vom Roßberg

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Neulich hoch droben, am Roßberg. Vielleicht hatte die Höhenluft mir etwas aufs Gehirn geschlagen, aber: Ich hab’s ziemlich genau gesehen – wir wurden verfolgt.

Nein. Nicht von denen.

Wir haben uns hochgekämpft.

Und kurz vor dem Gipfel: Ein schwarzer Schatten. Mit Panama-Hut.

Und da – wir wurden beobachtet.

Ich rief um Hilfe, kontaktierte den nächstbesten Dienst.

Anstatt der erhofften Hilfe sah ich dieses Ungetüm, es warf den Kopf zurück und jaulte.

Nichts wie weg, Schutz suchen im Wald. Ich versuchte diverse Zeichen zu entziffern, waren das auch Hilfesuchende? Die hier verendet sind?

Dann bewegte sich ein vielbeiniges Ungeheuer auf uns zu,

es kam immer näher. Wir rannten um unser Leben. Ich schrie um Hilfe.

Ob der uns helfen konnte? „Herr Haug“, riefen wir. „Herr Haug, Hilfe.“

Stattdessen stand dieses junge Wildschwein vor uns. Da war die Muttersau wohl auch nicht weit. Was tun?

„Wir fliegen“, rief Bine.

„Komm schnell.“

Plötzlich war sie verschwunden.

„Warte, ich komm mit“, rief ich und startete ebenfalls. Etwas mühsam.

Wir landeten hinter Öschingen, auf dem Weg nach Nirgendwo.

„Wir folgen der Herde“, rief Bine. „Die gibt uns Schutz.“

„Warte, ich verschaffe mir erst einen Überblick auf dem fahrbaren Hochsitz“, sagte ich. „Ist der tiefergelegt“, fragte Bine.

Ich erschrak, schon wieder fühlte ich mich beobachtet.

Und da, schon wieder die Panamahut-Gestalt. Ganz nah. Panik ergriff mich.

Aus der anderen Richtung krabbelte ein metallicgrüner Riesenkäfer auf uns zu.

„Weicht von uns, böse Kräfte“, sagte ich, deutlich cooler als mir zumute war.

Bine fragte in der Zwischenzeit den Russischen Bären um Hilfe. Doch der schwieg.

Dennoch rief Bine kurz darauf: „Guck, ich hab die Lösung.“ Sie deutete auf den Boden.

„Hirnzelle to go“, stand da. „Bei Bedarf nutzen.“

Oah. Tatsächlich. Das war die Rettung. Ich nutzte die Hirnzelle und plötzlich waren Schmetterlinge wieder Schmetterlinge. Und keine Drohnen von finsteren Mächten.

Schafe waren Schafe und keine blökenden Ungeheuer.

Und die Panamahut-Gestalt hinter mir – war natürlich Bine. Ich Depp.

Ach, wie erleichtert wir doch waren.

Plötzlich erkannten wir, wie herrlich unsere Umgebung doch war.

Welche faszinierenden Pflanzen

und Insekten wir begegneten. Das Leben konnte doch so schön sein.

Für diese Erkenntnis stellte ich mich selbst aufs Podest – mein eigenes Denkmal. Ja. Denk mal. Und dort stehe ich heute noch.

Muss mal wieder dorthin fahren und nachsehen. Ob ich immer noch dort bin.

Ja, bin immer noch da. Versuche gerade, Hilfe zu rufen. „Na dann, viel Glück“, rufe ich mir selbst zu. Und meine das tatsächlich auch so.

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