„Neuralgische Punkte angefahren“ – 10. Raddemo für eine fahrradfreundlichere Stadt

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Raddemo von zahlreichen Initiativen am vergangenen Freitagabend mit weiteren Forderungen zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur in Reutlingen und den Teilorten

Mehr als 100 Radlerinnen und Radler haben sich am Freitagabend zur 10. Fahrrade-Demo an der Reutlinger Stadthalle getroffen, um einmal mehr bei einer Ausfahrt (mit freundlicher Polizeieskorte) „auf neuralgische Punkte in der Stadt hinzuweisen“, wie Katharina Ernst kurz vor dem Start ankündigte.

Die Fraktionssprecherin der Grünen im Reutlinger Gemeinderat rief aber auch zu einer Gedenkminute an den kürzlich verstorbenen Rainer Buck auf. Das Grünen-Urgestein an der Achalm, „war der sichere Radverkehr in der Stadt immer ein Herzensanliegen war“, so Ernst. Willkommen hieß sie, insbesondere Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck sowie Baubürgermeisterin Angela Weiskopf und Ordnungsamtsleiter Albert Keppler, die sich mit auf die Strecke begaben.

Die Fahrrad-Kolonne zog sich zunächst wie ein leuchtend gelber Bandwurm über den vor wenigen Tagen erst für den Radverkehr freigegebenen ZOB in Richtung neues Landratsamt. Ein kurzer Stopp erfolgte in der Nähe des Wafios-Tunnels. „Hier könnte ein sehr guter Anschluss von der Innenstadt nach Sondelfingen, Orschel-Hagen und Rommelsbach erfolgen“, betonte Holger Bergmann. „Da fehlen nur 200 Meter zum Ausbau, das wäre ein Meilenstein, um die Teilgemeinden besser für den Radverkehr anzuschließen.“

Weiter schlängelte sich der neongelbe Bandwurm zum Innoport, also genau dorthin, wo die Max-Planck-Straße „eine optimale Radverbindung von Orschel-Hagen in die Innenstadt wäre“, so Bergmann. Die Straße war einst eine Privatstraße der Firma Willi Betz, doch nachdem das Gelände von der Stadt zurückgekauft wurde, könnte die Verbindung eigentlich wieder geöffnet werden, so Bergmann. Eigentlich.

Nächster Stopp war in Sondelfingen, im Grünen Weg. Dort bemängelte der Ohmenhäuser Thomas Kuchelmeister, dass seit 2019 beim Reutlinger Radverkehr die Anbindung der Teilgemeinden kein Thema gewesen sei. Der Grüne Weg sei eine „wunderbare Anbindung in die Stadt“.

Über schmale Radwege drängte sich die radelnde Schlange ins Storlach hinein, passierte die Schulzentren dort, um am Beginn der Sonnenstraße bei einem weiteren Halt auf die Gefahren vor allem für Schülerinnen und Schüler hinzuweisen. Die gefährlichen Stellen dort müssten beseitigt werden, damit Kinder und Eltern künftig ohne Angst den Schulweg bewältigen könnten., so die Forderung

Vorbei am Albert-Einstein-Gymnasium ging es weiter über die Radbrücke über die Schieferstraße. Eine tolle Strecke, nur – die prima Verbindung ende dort quasi im Nichts.

Bei der Vielzahl an parkenden Kraftfahrzeugen in der Gustav-Wagner-Straße sei das Radeln dort ein eher ungewisses Abenteuer.

Über die Rommelsbacher Straße führte die polizeibegleitete Tour bis zum Echazhafen – wo die 10. Rad-Demo endete. Fraktionssprecher Karsten Amann von den Gemeinderats-Grünen dankte allen Organisatorinnen und Teilnehmern dieser Ausfahrt, mit dem Fazit:

Es sei zwar schon viel geschehen, um den Radverkehr in Reutlingen sicherer zu machen. Aber es gebe immer noch viel zu tun.

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