Der Landtag in Stuttgart – eine Führung durch das Gebäude kurz vor dem Start der neuen Regierung

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Vergangene Woche sind wir nach Stuttgart gefahren, für uns schon fast eine kleine Weltreise.

Das Wetter war – wechselhaft. Hier auf der Königstraße noch sonnig. Aber düstere Wolken am Himmel.

Ein paar Lücken zeigten tiefgründiges Blau.

In der anderen Richtung aber war’s düster. Und wir wollten nicht zum kalten Herz.

Unser Ziel war der Landtag.

Eine gebuchte Führung mit Cindy Holmberg (Grüne).

Sie ist frisch gewähltes Mitglied der neuen Grün-Schwarzen Regierung. Wir sind nicht gewählt worden.

Während wir noch warteten, begann es kräftig zu schütten. Ein Zeichen?

So sieht der offizielle Eingang des Landtags aus.

Kurz darauf durften wir hinein. Und rausgucken.

Sehr viel Glas dort. „Transparent“, sagte die Frau vom Besucherdienst. Viel Transparenz.

So sehen die Volksvertreter aus. 7,20 Meter groß. Wie ein Bauer in einem Schachspiel, damit die Vertreter dran denken, von wem sie gewählt werden und für wen sie Politik machen, so der Schweizer Künstler Beat Zoderer.

Im UG, vor dem neuen Besucherzentrum nochmals die Erinnerung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Hoffentlich. Sicher?

Hier der Blick in den Plenarsaal hinein. Glas. Transparent. Und die Spiegelung der Stuttgarter Innenstadt.

Bine drin. Ich noch draußen.

Und dann auch drin.

Bemerkenswert: Die neue Decke. Nicht aus Glas (wäre zu schwer), sondern aus PET. So wie Plastikflaschen.

Wir vor der Regierungsbank mit drei Löwen, Hirsch und Greif.

Bine auf dem Schriftführersitz.

Ich auf dem Sitz, den bislang Muhterem Aras innehatte. Landtagspräsidentin.

Hier der Blick in den Landtagssaal hinein. Vom Präsidentensitz. Also dort, wo künftig Thomas Strobl sitzt. Oder Muhterem Aras.

So sieht der Landtag künftig aus. Auf den AfD-Plätzen wollte bei der Führung übrigens niemand sitzen.

Dieses „Pferdle“ isch Kunschd. Das Kunschdwerk steht schon seit 1961 dort, ist also Inventar von Beginn an.

Hier scheut das Tier vor mir. Oder?

Mal sehen, was unter dem Pferd ist?

Hier die Kabine wie im Raumschiff Enterprise. Zum Hochbeamen, Scotty.

Und hier der Abgeordnetentunnel unter der siebenspurigen Konrad-Adenauer-Straße hindurch und über die U-Bahn hinweg.

136 Meter lang. Mit Kunschd drin. Der Name: „Stuttgarter Weg“. Von Robert Schad. Soll der Klaustrophobie entgegenwirken.

Das ist das Treppenhaus vom Tunnel ins Abgeordnetenhaus. Also das Haus für die Schwarzen und die Grünen.

Oder andersherum.

Auch dort viel Glas.

Und hier im – äh irgendeinem Stock – eine Etage der Grünen.

Sozialraum. Mit Computerspielen?

Fraktionsraum.

Und dann wieder zurück durch den Tunnel.

Kannten wir ja jetzt schon.

Wir fielen zurück.

Ich musste noch den Raum vermessen.

Wieder draußen, regnete es immer noch. Und der Bahnhof sieht gerade so aus.

Wer das nicht so richtig lesen kann. Egal. „Wir bauen den schönsten Bahnhof der Welt“, steht dort. Irgendwann wird hier tatsächlich ein neuer Bahnhof sein. Vielleicht. Mit dem Zug sind wir wieder zurück nach Reutlingen. Völlig problemlos. Völlig pünktlich. Super.

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