Riesige Stimmung, tolle Ergebnisse – Uracher Stadtlauf unter besten Bedingungen

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Bad Uracher Stadtlauf ging in die 28. Runde und brachte mehr als 550 Läuferinnen und Läufer über die Ziellinie

Der erste Startschuss am vergangenen Samstag beim Bad Uracher Stadtlauf fiel bereits um 14.30 Uhr: Allerdings war der Schuss gar keiner – die kleinen zwei- bis dreijährigen Stars wurden mit einer deutlich leiseren Klappe von Bürgermeister Elmar Rebmann auf die Strecke geschickt.

Die sieben kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stadtlaufs pesten auf ihren Laufrädern los wie der Wind, begaben sich auf die 150 Meter lange Rennbahn. Einer der kleinen Sportler hatte es dabei offensichtlich gar nicht eilig. Gemütlich zockelte er dem Ziel entgegen, begleitet von seinem Papa. Sollten seine „Konkurrenten“ doch davoneilen, der junge Mann konnte sich trotzdem als Sieger fühlen – hatte er doch schon so jung die Vorteile und die Sinnhaftigkeit der Langsamkeit entdeckt.

Im Ziel bekamen alle Nachwuchsstars sofort eine Medaille umgehängt, eine Urkunde folgte – was die megastolzen Eltern natürlich mindestens so sehr freute wie die Läuferinnen und Läufer selbst. Schlag auf Schlag ging es dann weiter, ein Rennen folgte auf das nächste, nahezu im Minutentakt.

Bei den Laufwettbewerben wurde aber eines immer wichtiger: „Vergesst nicht, genug zu trinken, bei dem supertollen Wetter mit 25 Grad“, mahnte Moderator Sebastian Hauenstein nicht nur die 44 Bambinis, also die Vier- bis Fünfjährigen. Sie hatten 400 Meter zu bewältigen. Auf 800 Meter – und damit „auf der berühmtesten Acht des Landes“, so Hauenstein – begaben sich dann die Schülerinnen und Schüler in ihrer jeweiligen Altersklasse zwischen 7 und 13 Jahren. Ein Rennen für gehandicapte Teilnehmer hatte sich ebenfalls auf die 800-Meter-Strecke begeben.

Für alle galt: Der begeisterte Applaus der Zuschauer am Rand der Strecke war nur für sie bestimmt und war von der ersten Minute des Stadtlaufs an riesengroß. Alle Sportler wurden quasi durch die Anfeuerungen und das rhythmische Klatschen des Publikums ins Ziel getragen.

Allerdings drängten sich auch so manche Stadtbesucher auf dem Marktplatz am Rand der Rennstrecke in den Stühlen und Sesseln der Cafés und Restaurants. Sie ließen es sich bei Kaffee, Kuchen, Eis oder anderen Köstlichkeiten gutgehen, während auf der Laufstrecke nur wenige Meter entfernt bei so manchem Rennen der pure Konkurrenzkampf tobte. Dort kämpften die Läuferscharen, bissen die Zähne zusammen, hatten Gegnerinnen oder Gegner im Blick – oder ließen sie am besten hinter sich, spürten dann aber den heißen Atem der Folgenden im Nacken.

Während die Sportlerinnen und Sportler sich an diesem Tag völlig auf ihren persönlichen Lauf konzentrierten, hatte Organisatorin Barbara Ernst zwischen 7 Uhr morgens und 23 Uhr in der Nacht alle Fäden fest in der Hand gehalten. Sie half beim Auf- und Abbauen, schaute, dass bei den Starts alles mit rechten Dingen zuging, teilte die 80 ehrenamtlichen Helfer des TSV ein, wusste für jede und jeden Einzelnen, an welcher Position sie gebraucht wurden. Und dann besorgte sie auch noch Patronen für die Pistole, mit der Rebmann dann nach den Allerjüngsten die Sportlerscharen auf die Strecke geschickt hatte.

Bad Urachs Bürgermeister hielt nach eigenen Worten die Pistole extra weit von sich entfernt, um sich vor einem möglichen Knalltrauma zu schützen. „Ich bin stolz auf den TSV Bad Urach, dass er nun schon die 28. Ausgabe des Stadtlaufs so meisterhaft organisiert hat“, war die Stimme des Rathauschefs über den Marktplatz zu hören.

Ebenfalls vor Ort waren freiwillige Helfer vom Roten Kreuz, die aber nicht etwa auf ein Einsatzzeichen warteten – ein DRK-Aktiver bei jedem Start mit dem Fahrrad hinter dem Läuferfeld her – um im Falle des Falles sofort vor Ort zu sein und Hilfe leisten zu können.

Noch ein paar Zahlen? „Im Ziel angekommen sind 552 Läuferinnen und Läufer, darunter 13 Staffeln“, sagte Barbara Ernst. Wohl auf das tolle Wetter zurückzuführen war eine Quote von unglaublichen 120 Nachmeldungen. Den 10 Kilometer langen Hauptlauf hatte bei den Frauen Corinna Coenning (TuS Metzingen) als Gesamtsiegerin gewonnen. Mit 38 Minuten 6 Sekunden war sie mehr als fünf Minuten vor Christel Goetsch (SG Seeburg) in der Altersklasse M40 ins Ziel gekommen. Gesamtsieger bei den Männern war Markus Aumann (TSV Mägerkingen), der in der Altersklasse M50 angetreten war und mit 36 Minuten 53 Sekunden jede Menge jüngere Läufer deutlich hinter sich gelassen hatte.

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