Ein Notfall: beginnnende Netzhautablösung – Was tun, an einem Freitagmittag?

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Vergangene Woche war’s, ein Freitagmittag. Ich hatte einen „Rußschauer“ vor meinem rechten Auge – ein Anzeichen für eine beginnende Netzhautablösung.

Puh! Was tun, an einem Freitagmittag, wenn die Sprechstunde der Augenärztin seit einer Dreiviertelstunde vorbei ist? Und der Notdienst in Stuttgart sitzt? Ich rief um 12 Uhr 15 bei meiner Augenärztin an. Wider Erwarten ging jemand ans Telefon, ein Mensch, keine KI. Unglaublich. „Kommen Sie sofort“, hieß es. Ich wurde behandelt, an die Uni-Augenklinik Tübingen weiterverwiesen. Und das an einem Freitagmittag.

Ich lief zum Bahnhof, hoffte auf einen Zug, der kam dann auch, mit leichter Verspätung. Aber er kam. Vom Tübinger Bahnhof sofort in den Bus zur Klinik, dort warten, nach zwei Stunden war ich wieder draußen. Mein Auge war behandelt, gelasert, die Angst vor Erblindung vorbei.

Mit Bus und Bahn, mit insgesamt keinen fünf Minuten Wartezeit fuhr ich zurück nach Betzingen. Was für ein Tag. Alles gut. Und eines muss ich hier mal loswerden – ein ganz dickes Lob auf das deutsche Gesundheitssystem, auf die Deutsche Bahn und den ÖPNV. Im Notfall hat alles funktioniert. Wie schön. Das muss man doch noch sagen dürfen. Oder?

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