Die schönsten Bilder von der Mosel und ein Reality-Check

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Ankunft in Lieser in der Ferienwohnung mit schönstem Ausblick.

Selbst am Esstisch verwöhnte uns der Blick in den Weinberg.

Das Wetter war nicht immer sonnig, doch die Mosel faszinierte auch bei Regen.

Der Wein ist in der Region überall präsent.

Ebenso wie der Fluss.

Und Weintrauben gab es im September en masse. Weiße und

rote und

dunkelblaue.

Bernkastel – sieht aus wie das Moselflorenz.

Und der Fluss windet sich

durch die Region. Unglaublich.

Natürlich kann man die Mosel auch befahren,

sogar durch einige Schleusen hindurch.

Wir waren ja wie erwähnt in Lieser,

tolle Fluss-Eindrücke gab es immer wieder

entlang des besonderen Gewässers,

mit der Einladung, zu verweilen.

Oder auch die zahlreichen Ruinen zu besteigen.

Hier oberhalb von Bernkastel, mit seinen Extrem-Weinhängen.

Auf was man dort überall trifft – natürlich auf Touristen.

In Bernkastel beim

Weinfest etwa. Doch die gab es Mitte September in jedem Ort.

Au weia. Nichts für uns. Das waren nicht wir, dort bei den Weinfesten.

Dafür überraschte uns beim Aufstehen morgens

immer der Blick auf Lieser und die Mosel.

Eindeutig zu spüren war –

der Herbst naht.

Unsere Stimmung war bestens.

Wir erkundeten auch das Hinterland, die Vulkaneifel. Mystisch,

regnerisch,

mit zahlreichen Burgruinen, die es zu vermessen galt.

Doch zurück zur Moselregion – Weingegend,

allerdings mit diversen Problemen behaftet.

Immer mehr Winzer hören auf, Nachfolger sind schwer zu finden –

ebenso wie Helfer für die

Weinlese zu finden. Der Vollernter hilft – bedingt.

In absoluten Steillagen ist das fast unmöglich.

Die Arbeit ist hart,

der Ertrag finanziert kaum mehr den Aufwand, wie uns Winzer versicherten.

Die Schönheit der Region

ist bedroht, was passiert, wenn

niemand mehr die Weinhänge bewirtschaften

will, in diesen absoluten Steillagen,

Was, wenn keine Weinstöcke mehr die Moselhänge zieren?

Wenn die Eidechsen sich ein neues Zuhause suchen müssen,

was wird dann aus der Region,

die vom Wein

und vom Tourismus

lebt,

Viel zu viele Einheimische trinken nicht den heimischen Wein, sondern den aus Italien, Frankreich oder gar Chile, sagen die Winzer.

Was wird aus den schönen Städten wie Traben-Trabach,

aus den Touristenattraktionen

wie dem Brückentor?

Hat Bine Antworten?

Man kann die Weinberge ja auch auf dem Anhänger erklimmen,

solange es noch Weinberge gibt. Auch Lieser würde sich dramatisch ändern,

wenn keine Weinreben mehr da wären.

Vielleicht gäbe es dann viel mehr Rotwild? Wie hier beim auf einem Freibadparkplatz? Müsste man die Region

für den Tourismus mit noch mehr Attraktionen versehen?

Oder sind das alles Wolkenschiffe? Negative Zukunftsvisionen?

Wir wollen es nicht hoffen – und auch weiterhin die Schönheiten im Kleinen erkennen.

Auch im Herbst.

Auch wenn eine Mondfinsternis mit Blutmond nicht jedes Jahr zu beobachten ist.

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