Das Wetter hier an der Mosel ist sehr wechselhaft.
Macht aber nichts: Kein Grund, um in der Ferienwohnung zu verbleiben.
Zumal sich auch immer wieder die Sonne durch die Wolkendecke kämpft.
So ergeben sich auch eindrückliche Moseleinblicke.
Immer wieder faszinierend: Die Hügel, kleinen Berge, Erhebungen um die Mosel herum.
Ebenfalls faszinierend: Die Geometrie in den Weinbergen.
Und die Weinstöcke hängen voll.
Rappelvoll.
Hinter dem Laub der Weinstöcke ist fast immer ein Kirchturm zu sehen.
Hie und da verfärbt sich das Laub schon.
Hier dominieren aber die Trauben, nicht das Laub.
Andernorts wachsen einem die Trauben fast in den Mund.
Mancherorts begegnen einem sogar Weinhoheiten.
Und andere Schönheiten – angestrahlt von der plötzlich durchbrechenden Sonne.
Am nächsten Tag zunächst Nebel,
dann praller Sonnenschein.
Wir sind nach Minheim, zu einer der vielen Moselschleifen, machten uns auf selbigen Weg.
Ein Ort namens Piesport zog schon bald unseren Blick auf sich.
Der Weg führte durch Hunderte, Tausende und noch mehr Weinstöcke.
Damit man auch weiß, wo man sich befindet. der Schriftzug Im Steilhang oberhalb von Piesport.
Auf der anderen Seite der berauschende Blick in das hügelige Weinland auch hinter der Mosel.
Hier wieder Piesport. Mit Mosel. Alt-Piesport rechts, Neu-Piesport links.
Und der Fluss schlängelt sich unglaublich durch die Landschaft.
Ein guter Grund, auch mal auszurasten., vor lauter Begeisterung.
Aber: Vorsicht. Sturzgefahr. In dem Alter sollte man aufpassen.
Dann doch lieber noch mal hinuntergeschaut. Wahnsinn, oder?
Vor lauter Übermut, ohne Schwindelfreiheit dann auf die Baumelbank. Von wegen Seele baumeln lassen. Pfff.
Andere haben die Ersteigung der rund zwei Meter hohen Leiter auf halber Strecke abgebrochen.
Doch auch ohne Baumelbank immer wieder faszinierende Ein- und Ausblicke.
Allerdings lohnte sich auch, in der Nähe genau hinzuschauen: Hier eine Holzbiene auf Wicken.
Und die Eidechsen in den Weinbergen dürfen nicht fehlen.
Ebenso wenig wie die Moselimpressionen.
Manche Reben scheinen fast die Wolken zu berühren.
Und zwischen all dem Grün gibt es den ein oder anderen Farbklecks.
So auch hier.
Und natürlich: Weintrauben ohne Ende. Manche supersüß.
Andere auch eher sauer.
Roman Herzog (Nein, nicht der ehemalige Bundespräsident),
ein Bio-Berufswinzer aus Minheim erklärte uns viel über den Weinanbau,
über den Niedergang einer Kulturlandschaft, über Traubenfäule und viel, viel mehr.
Herzlichen Dank dafür.